Tool 3 · Stand: 2026-06-22 · 100 % lokal · Lesezeit ca. 7 Min.

Monats-Tracker für Kleinunternehmer

12 Felder, ein Blick. Trage deine monatlichen Netto-Umsätze ein und sieh sofort: kumulierter Jahresumsatz, Hochrechnung aufs Gesamtjahr und deine aktuelle Distanz zu den §19-Grenzen 25.000 € und 100.000 €. Alle Werte bleiben ausschließlich in deinem Browser — kein Server, kein Login.

Monatsumsätze (netto, in €)

Lege los

Kumulierter Jahresumsatz0 €
Durchschnitt pro Monat (laufend)0 €
Hochgerechnet aufs Jahr0 €
Distanz zur 25.000 €-Grenze
0 %25.000 € verbleibend
Distanz zur 100.000 €-Grenze
0 %100.000 € verbleibend

Erklär mir das Ergebnis

Die Hochrechnung basiert auf deinem Durchschnitt der bislang ausgefüllten Monate. Wird dieser Schnitt aufs Jahr projiziert, schlägt der Tracker früh Alarm.

Diese Übersicht automatisch in deiner Buchhaltung

Buchhaltungsbutler automatisiert deine Monats-Auswertung und behält die §19-Grenzen automatisch im Blick — gerade für Wiederkehrer mit vielen Belegen.

* Affiliate-Link.
Buchhaltungsbutler ansehen

Warum monatliches Tracking für Kleinunternehmer unverzichtbar ist

Viele Solo-Selbstständige schauen nur einmal im Jahr auf ihren Gesamtumsatz — meist wenn der Steuerberater fragt oder der ELSTER-Abgabetermin naht. Das reicht für die Steuererklärung, ist aber für die §19-Planung gefährlich: Die 100.000 €-Grenze wirkt sofort und unterjährig. Wer die Grenze im Oktober überschreitet, muss ab diesem Auftrag Umsatzsteuer ausweisen — auch wenn er im Januar noch keinen Gedanken daran verschwendet hat.

Die 25.000 €-Vorjahresgrenze hat eine ähnliche Falle: Wer erst im Dezember merkt, dass er über 25.000 € liegt, hat bereits das ganze Folgejahr verloren. Ein Tracker, der schon im Juli warnt, gibt dir die Chance, gegenzusteuern — zum Beispiel durch das Verschieben eines Großauftrags ins Folgejahr oder die rechtzeitige Planung des Wechsels zur Regelbesteuerung.

Der Monats-Tracker macht genau das: Er projiziert deinen aktuellen Durchschnittsmonatsumsatz auf das Gesamtjahr und gibt dir eine Frühwarnung, bevor eine der Grenzen kritisch wird.

Wie der Tracker intern arbeitet

Der Tracker berechnet drei Werte in Echtzeit, sobald du Monatsumsätze einträgst:

  1. Kumulierter Jahresumsatz: Die Summe aller ausgefüllten Monate. Dieser Wert wird direkt gegen die 100.000 €-Grenze geprüft — sobald er sie überschreitet, gilt sofort die Regelbesteuerung.
  2. Durchschnitt pro Monat: Kumulierter Umsatz geteilt durch die Anzahl der ausgefüllten Monate. Monate mit 0 € werden mitgezählt, leere Felder (noch nicht ausgefüllt) nicht.
  3. Hochrechnung aufs Jahr: Durchschnitt × 12. Diese Zahl zeigt, wo du am Jahresende landen würdest, wenn dein aktuelles Umsatztempo anhält. Liegt die Hochrechnung über 25.000 €, wirst du im Folgejahr die Vorjahresgrenze überschreiten — dann bist du nächstes Jahr kein Kleinunternehmer mehr.

Wichtig: Die Hochrechnung ist eine Projektion, kein gesetzlicher Begriff wie beim Gründer-Rechner. Sie dient ausschließlich der Planung. Für die gesetzliche Hochrechnungspflicht im Gründungsjahr gibt es das separate Tool Hochrechnung für Gründer.

Die zwei Fortschrittsbalken erklärt

Balken 1: Distanz zur 25.000 €-Grenze

Dieser Balken zeigt, wie weit dein kumulierter Jahresumsatz auf die 25.000 €-Grenze zuläuft. Die 25.000 € sind keine laufende Jahresgrenze — sie ist die Vorjahresgrenze, die darüber entscheidet, ob du im nächsten Jahr noch Kleinunternehmer sein darfst.

Wenn du die 25.000 € im laufenden Jahr überschreitest, passiert in diesem Jahr nichts — du bleibst bis 31.12. Kleinunternehmer. Aber ab dem 1. Januar des Folgejahres bist du automatisch regelbesteuert, weil dein Vorjahresumsatz die Grenze überschritten hat. Der Balken wird deshalb bei über 25.000 € orange (Warnung), nicht rot — denn es ist noch kein sofortiger Handlungsbedarf, aber ein definitives Signal für die Jahresplanung.

Balken 2: Distanz zur 100.000 €-Grenze

Dieser Balken ist die kritische Echtzeit-Anzeige. Die 100.000 €-Grenze wirkt sofort und punktuell: Ab dem Umsatz, mit dem du sie überschreitest, bist du regelbesteuert — nicht erst zum Jahresende, sondern ab dieser einen Rechnung. Der Tracker schlägt schon bei 90.000 € Alarm (oranger Balken), damit du Zeit hast, den Wechsel zur Regelbesteuerung vorzubereiten, bevor du die Grenze sprengt.

Der CSV-Export: Wozu er gut ist

Mit dem CSV-Export-Button lädst du eine kommagetrennte Tabelle mit allen 12 Monaten und der Jahressumme herunter. Diese Datei kannst du direkt in Excel, LibreOffice Calc oder Google Sheets öffnen. Sinnvoll für:

Hinweis zum Dateiformat: Die exportierte CSV verwendet Semikolon als Trennzeichen und einen UTF-8-BOM, damit Excel die Datei direkt korrekt öffnet. Dezimalwerte werden mit Komma dargestellt (deutsches Format).

Datenschutz: Warum alles lokal bleibt

Deine eingetragenen Umsätze verlassen niemals deinen Browser. Sie werden im localStorage deines Geräts unter dem Schlüssel kc_tracker_v1 gespeichert — einem clientseitigen Speicher, der nur für diese Website zugänglich ist und nie an einen Server übertragen wird. Es gibt keinen Login, keine Datenbank, keine Analytik über deine Eingaben.

Folgende Szenarien können deine gespeicherten Werte löschen — exportiere die CSV vorher:

Drei Praxisszenarien mit dem Tracker

Szenario 1: Gleichmäßiges Wachstum, Grenze in Sicht

Lena ist freiberufliche Texterin. Ihr Umsatz wächst gleichmäßig: Januar bis Juni jeweils 1.800 €, also 10.800 € kumuliert bis Ende Juni.

Szenario 2: Saisonal starkes Quartal, Hochrechnung irreführend

Markus ist Eventfotograf. Januar bis September: je 1.200 € = 10.800 €. Oktober und November: je 5.500 € (Hochsaison). Kumuliert: 21.800 €.

Szenario 3: Großauftrag im Herbst — 100.000 €-Grenze im Blick

Kai ist IT-Berater. Januar bis September steady bei 7.000 €/Monat = 63.000 €. Im Oktober kommt ein Großprojekt über 40.000 € — er trägt es ein.

"Was passiert, wenn…"

… ich einen Monat vergesse und erst Monate später nachtrage?

Kein Problem — trage den Monat nach. Der Tracker rechnet sofort neu und zeigt den korrekten kumulierten Stand. Da alle Werte lokal gespeichert sind, bleiben sie auch nach dem Schließen des Browsers erhalten (solange kein Inkognito-Modus).

… mein Umsatz in einem Monat 0 € beträgt?

Trage explizit eine 0 ein. Der Tracker unterscheidet zwischen "0 € Umsatz" (ausgefülltes Feld mit 0) und "noch nicht eingetragen" (leeres Feld). Ein leeres Feld wird bei der Durchschnittsberechnung ignoriert — eine 0 zieht den Schnitt nach unten und ergibt damit eine konservativere Jahreshochrechnung.

… ich mehrere Einkommensquellen habe?

Wenn du mehrere selbstständige Tätigkeiten hast (z. B. Beratung + Webshop), musst du die Umsätze aller Tätigkeiten summieren — sie zählen gemeinsam gegen die §19-Grenzen. Trage im Tracker die Summe pro Monat ein, nicht einzelne Quellen. Für die Trennung nach Tätigkeiten nutzt du besser eine Buchhaltungssoftware.

… ich Umsatzsteuer auf einige Rechnungen ausgewiesen habe (Regelbesteuerung im Vorjahr)?

Wenn du regelbesteuert warst und jetzt zu §19 zurückgekehrt bist, oder wenn du in einem Übergangsjahr gemischte Rechnungen hast: Trage nur die Netto-Umsätze ein. Die Umsatzsteuer-Beträge sind kein Umsatz — sie werden ans Finanzamt weitergegeben.

Typische Fehler beim Umsatz-Tracking

  1. Bruttobetrag statt Nettobetrag eintragen: Als Kleinunternehmer gibt es keinen Unterschied (Brutto = Netto), aber wer mit Regelbesteuerung angefangen hat, muss aufpassen. Maßgeblich ist immer der Nettobetrag ohne USt.
  2. Anzahlungen erst bei Restrechnung buchen: Anzahlungen zählen im Monat des Eingangs. Wer im Oktober eine Anzahlung über 5.000 € erhält, trägt diese im Oktober ein — nicht erst im Dezember bei Rechnungsstellung.
  3. Stornierungen nicht abziehen: Wenn du eine Rechnung stornierst und das Geld zurückzahlst, reduziert das deinen Umsatz im Monat der Stornierung. Passe den Monatseintrag entsprechend an.
  4. Keine regelmäßigen Exporte anlegen: Der localStorage ist kein verlässliches Langzeit-Archiv. Monatlicher oder quartalsweiser CSV-Export sichert deine Daten und liefert gleichzeitig eine saubere Aufzeichnung für den Steuerberater.
  5. Privateinnahmen miterfassen: Mieteinkünfte, Gehalt aus dem Hauptjob, Steuerrückzahlungen — das alles ist kein Umsatz nach §19. Nur Einnahmen aus unternehmerischer Tätigkeit kommen in den Tracker.

Umsatz-Tracking, das sich selbst befüllt

Mit sevdesk oder lexoffice importierst du einfach dein Geschäftskonto und die Software erfasst Einnahmen automatisch nach Monat. Kein manuelles Eintragen — und der §19-Status wird live berechnet.

* Affiliate-Links: Wir erhalten Provision, du zahlst nichts extra.
sevdesk ansehen

Häufige Fragen zum Monats-Tracker

Werden meine Daten irgendwo gespeichert oder übertragen?

Nein. Alle eingetragenen Werte werden ausschließlich im localStorage deines Browsers gespeichert — einem lokalen Speicher auf deinem Gerät, der nicht ans Netz geht. Kein Server empfängt deine Zahlen. Wenn du auf ein neues Gerät wechselst oder den Browser-Cache löschst, sind die Werte weg. Für ein dauerhaftes Archiv nutze den CSV-Export.

Warum zeigt der Tracker einen Alarm bei der 25.000 €-Grenze, obwohl das keine laufende Jahresgrenze ist?

Weil das Überschreiten der 25.000 € im laufenden Jahr eine direkte Konsequenz für das nächste Jahr hat: Wer über 25.000 € kommt, verliert den §19-Status für das gesamte Folgejahr. Der Alarm gibt dir rechtzeitig die Möglichkeit, den Jahreswechsel zu planen — zum Beispiel einen Auftrag bewusst erst im Januar zu fakturieren.

Was bedeutet "Hochrechnung aufs Jahr" genau?

Der Tracker nimmt deinen Durchschnitt der bislang ausgefüllten Monate und multipliziert ihn mit 12. Wenn du z. B. Januar bis April ausgefüllt hast und im Schnitt 2.000 € pro Monat hast, zeigt die Hochrechnung 24.000 €. Das ist eine Schätzung — sie unterstellt, dass dein Tempo konstant bleibt. Saisonale Schwankungen kann der Tracker nicht vorhersagen.

Zählen auch 0-€-Monate für den Durchschnitt?

Ja — wenn du explizit eine 0 einträgst, zählt dieser Monat für die Durchschnittsberechnung. Ein leeres Feld (noch nicht eingetragen) wird ignoriert. Das ist ein wichtiger Unterschied: Ein bewusst eingetragener Monat mit 0 € Umsatz zieht den Schnitt nach unten; ein vergessener Monat beeinflusst den Schnitt nicht.

Kann ich den Tracker für mehrere Jahre gleichzeitig verwenden?

Der Tracker speichert immer genau einen Jahresdatensatz im localStorage. Wenn du das Geschäftsjahr wechselst, überschreibst du den alten Datensatz. Exportiere deshalb jedes Jahr im Dezember die CSV, bevor du auf das neue Jahr umstellst. Alternativ kannst du im Browser einfach zwei Tabs öffnen — aber auch dann teilen sich beide Tabs denselben localStorage-Schlüssel.

Wie gehe ich mit nachträglichen Korrekturen um (Stornierung, Rechnungskorrektur)?

Passe den betreffenden Monat direkt an. Wenn du im März 4.000 € eingetragen hast und eine 1.000 €-Rechnung storniert wird, änderst du März auf 3.000 €. Der Tracker rechnet sofort neu. Für die steuerliche Dokumentation empfiehlt sich ein Vermerk im CSV-Export, warum sich der Monatswert geändert hat.

Muss ich den Tracker auch für die Umsatzsteuer-Voranmeldung nutzen?

Als Kleinunternehmer nach §19 UStG bist du von der Umsatzsteuer-Voranmeldung befreit — der Tracker ist deshalb kein offizielles Buchhaltungsinstrument, sondern ein Planungstool. Wenn du in die Regelbesteuerung wechselst (weil du die 100.000 €-Grenze überschritten hast oder auf §19 verzichtest), brauchst du eine vollwertige Buchhaltungssoftware für die Voranmeldungen.

Wichtige Begriffe

Kumulierter Jahresumsatz
Die Summe aller Netto-Einnahmen aus unternehmerischer Tätigkeit von Januar bis zum letzten ausgefüllten Monat. Dieser Wert wird direkt gegen die 100.000 €-Grenze geprüft.
Hochrechnung (Tracker)
Im Tracker: Durchschnittlicher Monatsumsatz × 12. Eine Planungsgröße, keine gesetzlich definierte Hochrechnung. Zeigt, wo du am Jahresende landen würdest, wenn dein Tempo konstant bleibt.
localStorage
Ein clientseitiger Speicher in deinem Browser, der Daten lokal auf deinem Gerät hält. Keine Übertragung ans Netz, kein Server-Zugriff. Daten bleiben bis zum manuellen Löschen erhalten.
CSV-Export
Eine kommagetrennte Textdatei mit deinen Monatsumsätzen, die direkt in Excel oder LibreOffice Calc geöffnet werden kann. Sinnvoll als Jahresarchiv und als Grundlage für die Anlage EÜR.
Vereinnahmungsprinzip
Umsätze werden in dem Monat erfasst, in dem das Geld tatsächlich eingegangen ist — nicht nach Leistungserbringung oder Rechnungsdatum. Für den Tracker bedeutet das: Anzahlungen im Eingangsmonat eintragen.

Verwandte Themen

Hinweis: Der Monats-Tracker ist ein Planungswerkzeug auf Basis der aktuellen §19-UStG-Grenzen (Stand 2026-06-22). Er ersetzt keine steuerliche Buchführung und keine Umsatzsteuer-Voranmeldung. Die angezeigte Hochrechnung ist eine Schätzung — für verbindliche Aussagen zur Steuerpflicht konsultiere deinen Steuerberater. Quelle: §19 UStG bei gesetze-im-internet.de.